Archiv früherer Beiträge

Hier werden Beiträge abgelegt, die auf der Startseite unter Aktuelles erschienen sind und auch in der Nachschau wert sein können beachtet zu werden. 


Infos aus 2025

NABU Weihnachtsfeier  am 4. Dezember um 19 Uhr im Schisanowski Sporttreff,  Heerstraße 15a, 30890 Barsinghausen, OT Hohenbostel,                                                        Wichtig: Anmeldung bei Winni !!! Anmeldeschluss, wir sind ausgebucht!

Wegen begrenzter Plätze, wir haben schon viele Anmeldungen,  und der Essensbestellung vorweg ist eine Anmeldung zwingend erforderlich,
bitte bei Andreas Winneg (Winni) melden:   05105 8099305  oder  01514 0718302.   

Wir 2024 wollen wir das letzte Treffen im Jahr wieder mit einem gemütlichen Beisammensein und gutem Abendessen gestalten:
1.  halb ausgelöste Ente mit Rosenkohl, Klößen und Sauce ( 21 €), 
2.  Gemüsebratling mit gleichen Beilagen  (13 €) 

Wir reflektieren das alte Jahr 2025 und geben Ausblicke auf 2026, Fragen und Vorschläge erwünscht.

Mitmachaktionen im Oktober 2025

Unter der Leitung von Andreas Winneg startete der NABU Barsinghausen ein ganz neues Experiment zur  Rettung von Schmetterlingen mittels "Umsiedlung".  Auf dem Möhrenacker des Biolandwirts Marten Maage in Ostermunzel entdeckte der NABU Raupen und einige Puppen des Schwalbenschwanzfalters, einer unserer prächtigsten und größten Schmetterlinge.

Andreas Winneg sah die Raupen und einige Puppen des Schwalbenschwanzfalters als Erster und freute sich über die prachtvollen Raupen, aus denen unsere prächtigsten und größten Schmetterlinge hervorgehen . Die Art ist hier leider sehr selten geworden, aber auf dem ungespritzten Biomöhrenfeld konnten mehr als 150 Raupen von NABU-Aktiven abgesammelt und umgesiedelt werden, das war notwendig, weil die Möhrenernte das ungestörte Überwintern der Raupen im Puppenstadium in der kalten Jahreszeit zu Nichte gemacht hätte. Die Untere Naturschutzbehörde genehmigte das Projekt sofort und wir alle sind gespannt, wie die Raupen den Winter im Puppenstadium überstehen werden. Derzeit können sie sich auf Doldengewächsen wie der Wilden Möhre, dem Giersch oder Schierling auf NABU-Grünflächen in Ruhe sattfressen und als Puppe den Winter hier in Ruhe überstehen. Die Flächen werden bis zum Mai 2026 nicht gemäht werden. Es konnte schon beobachtet werde, dass die Raupen auf den Ersatzflächen ordentlich gewachsen sind, wir werden die weitere Entwicklung evaluieren. 

Der Besuch bei den Siebenschläfern auf der Halde mit Karl Närmann und Andreas Winneg ist witterungsbedingt am 4.10.25 abgesagt!  Ersatztermin ist der 18.10.25 um 10:00 Uhr für angemeldete Teilnehmer . (Näheres siehe unter Termine).

Vernissage zum Projekt "Geniale Insekten - ein Hilferuf aus dem Microkosmos" am 11. Oktober um 14 Uhr in der Alten Schule in Bantorf, Lüttringhäuser Str. 1

Das Gemeinschaftsprojekt von  Hon. Prof. Dr. Marion Pusch mit Kindern und Jugendlichen in Cooperation mit dem NABU und anderen Partnern stellt seine Rieseninsekten aus, die 1 bis 2 Meter groß sind. Die Skulpturen entstanden in einem experimentellen Kunstlabor . Die Gefährdung der kleinen Lebewesen soll in dieser Ausstellung anschaulich dargestellt werden und dazu beitragen, z.B. im eigenen Garten selbst zum Schutz und zur Verbreitung der Insekten beizutragen.  Weitere Infos über:    infoatdr-pusch.de


Zum Jahresende:

Liebe NABU-Mitglieder, Freunde*innen und Interessierte,

ein ereignisreiches Jahr 2025 liegt hinter uns, in Barsinghausen haben wir einiges geschafft an Flächenrenaturierung und Neuanlagen, Dank der Spender und Dank der tatkräftigen Mithilfe und zahlreicher NABU-Helfer und Unterstützer in der Stadtverwaltung, der Unteren Naturschutzbehörde, der Politik, Landwirtschaft oder Jägerschaft. All' denen danken wir und wären ohne diese Hilfe nicht so erfolgreich gewesen.

Aber es gibt leider auch sehr sehr viel Negatives, in den Medien hören wir weltweit von vielen rückwärtsgewandten  Entwicklungen. Im Bereich Politik  müssen wir uns mit uneinsichtigen aber leider doch einflussreichen Autokraten arrangieren, deren Entscheidungen leider auch Natur und Umwelt, Klima und Artensterben immer weiter in ungünstige Richtungen treiben. Auch in der EU und in Deutschland werden nachhaltige Entwicklungen gestoppt zu Lasten von Klima, Natur und Umwelt.

In Barsinghausen nimmt die Flächenversiegelung ungebremst zu Lasten von Naturraum und Ackerland zu, erst letzte Woche erfuhren wir von neuen Flächenausweisungen für Gewerbegebiete, z.B. am Calenberger Kreisel, auch Logistikfirmen mit hohem Flächenverbrauch und wenig neuen Arbeitsplätzen sollen entstehen.

Wir im NABU versuchen alles in unserer Macht stehende zu tun, um Lebensräume zu erhalten oder neu zu schaffen, Stellungnahmen zur Schadensregulierung und geeignete Ausgleichsflächen werden von uns erarbeitet und vorgeschlagen .

2025 lag unser Schwerpunkt auf der Renaturierung von Grünflächen, die Vielfalt von endemischen Pflanzen soll zu mehr Biodiversität führen, dazu waren Einsaaten von gebietsheimischem Saatgut und die richtige Pflege der Flächen vonnöten. Wir versuchen nun vermehrt, auf möglichst allen Grünflächen und Randstreifen im Gemeindebereich Insekten schonende Mähverfahren zu erreichen, das bedeutet:  Mähen nur abschnittsweise und mit dem Mähbalken, statt alles auf einmal mit dem Mulcher kurz und klein zu schreddern und den Boden weiter zu überdüngen, wobei Wildpflanzen und Tiere keine Chance haben. 

Für Entsetzen sorgte kurz vor Weihnachten das radikale "Auf den Stock setzen" der Wennigser Straßenmeisterei, an der L391 zwischen Hohenbostel und Bantorf auf der Westseite der Straße. Eine 750 Meter lange dichte Feldgehölzhecke wurde rigoros abgesägt, nun fehlen den Wintervögel ein großes Rückzugs- und Nahrungshabitat, den Insekten der Überwinterungsplatz und den Radfahrern ein Windschutz. Trotz unserer Proteste bei den Verantwortlichen wurde die Maßnahme uneingeschränkt fortgesetzt. Für uns ist das keine ordnungsgemäße Heckenpflege oder Verkehrsicherungsmaßnahme mehr, denn der Abstand zum Radweg ist groß genug, sondern die Maßnahme kommt einer kompletten Zerstörung nahe, auch wenn sicher wieder vieles nachwachsen wird und das Ganze nicht illegal ist. 
Wir sind uns uneins darüber, ob wir nur auf Gespräche mit der Straßenmeisterei setzen oder den Vorgang in der Presse öffentlich machen sollen, was ist letztendlich zielführender? 


Infos aus 2024

Die neue NABU-Satzung, die während der JHV einstimmig verabschiedet wurde, ist unter DOWNLOAD zu lesen unter dem Menüpunkt: Wir über uns - Unser Vorstand - DOWNLOAD - Datei öffnen.

NABU Adventsfeier am Donnerstag dem 5. Dezember 2024 um 19 Uhr in Schisanowskis Sportheim in Hohenbostel, Heerstr. 15

 Zur Feier kamen 28 NABU-Mitglieder und Freunde, wir feierten 3 Stunden in gemütlicher Runde. 

Geplante Bahntrasse - Bielefeld Hannover - gemeinsame Stellungnahme der Naturschutzverbände und der Bürgerinitiativen vom September 2024

Vorweg möchten wir vom NABU Barsinghausen betonen, dass wir die Verkehrswende der Bundesregierung für zwingend notwendig halten, um den LKW- und PKW-Verkehr auf den Straßen zu reduzieren. Die umweltfreundliche Variante des Bahnverkehrs im Personen- und Güterverkehr  ist in jedem Fall richtig und zukunftsweisend, um dem Klimawandel und Artensterben entgegen zu wirken. Dabei sind Tunnellösungen unter Wäldern die einzige Möglichkeit, die Waldbiotope und das Waldklima zu schützen und nicht zu zerschneiden, wenn Umwege nicht mehr möglich sind.  Wir fragen uns allerdings, wo der immense Erd- und Steinaushub dann abgelagert werden soll.

Nach einer intensiven Online-Debatte zu den Vorschlägen der DB - Neutrassierung der Strecke mit 8 möglichen Varianten einigten sich die Verbände und Initiativen vorläufig wie im folgenden Link dargestellt:

NABU-Mitgliederwerbung mit Studenten im August/September 2024

Um die vielfältigen Aufgaben und Kosten im Umwelt- und Naturschutzbereich weiterhin stemmen zu können, haben wir im Sommer 2024 und noch einmal im Herbst über den NABU-Landesverband eine mehrtätige Mitgliederwerbung gestartet. Im Ergebnis konnten einschließlich eigener Werbung im Freundeskreis  ca. 280 neue Mitglieder gewonnen werden. Im April 2025 zählt der NABU Barsinghausen 830 Mitglieder. Besonders erfreulich war auch, dass sich zu den ehemals ca. 10 Aiktiven im NABU noch weitere 40 Neue dazu kamen,   die sich auch aktiv in den NABU Barsinghausen einbringen wollen. Dazu gab es ein 2 Kennlerntreffen, mittlerweile haben sich die "Neuen Aktiven"bereits bei den  Arbeitseinsätzen mehrmals beteiligt.

 

Foto: die Studenten beim Frühstück im Mühlengarten, anschließend gab es eine Fortbildung.


Amselsterben

Zum wiederholten Male gibt es ein durch Viren ausgelöstes Amselsterben. Diese Vögel, auch Schwarzdrosseln genannt, sieht man jetzt öfter ermattet, nach Luft japsend und mit schütterem Federkleid am Boden liegen, wo sie schnell sterben werden. im Bereich Barsinghausen sind etwa 20 Fälle bekannt, die Dunkelziffer ist hoch. Es gab bereits vor etlichen Jahren schon einmal diese Vogelseuche, die dann aber auch schnell wieder verschwand.

Immer wieder gibt es bei uns Anfragen, besonders in der Brut- und Setzzeit, wenn scheinbar hilflose Wildtiere gefunden werden. Dafür gibt es Ansprechpartner, die bei Fundtieren helfen können und dafür ausgebildet sind:  unter "Wir über uns" unter "Kontakt Wildtierfunde und Fachthemen" finden Sie Telefonnummern und Adressen über Ästlinge und andere Jungtiere, verletzte Wildtiere und Fachleute auch bei Problemen mit Hornissen, Wespen, Mardern oder Waschbären.

Diesen Jungvogel (Ästling) sollte man lieber in Ruhe lassen, da er sicher von seinen Eltern versorgt wird, die sich aber aus Sicherheitsgründen nicht zeigen wollen. 

Wichtige Infos der letzten Jahre

Volksbegehren Artenvielfalt wird derzeit in Gesetze und Verordnungen umgesetzt.

Die Unterschriftensammlung zum Volksbegehren war außerordentlich erfolgreich, Dank an alle Aktive!
Wir konnten es vorzeitig schaffen, bereits während der 1. Etappe ein Mehrfaches als die erforderliche Mindestzahl an Unterschriften zu sammeln: bis zum 1.11.2020 wurden niedersachsenweit 138.118 Unterschriften registriert.
Politik, Agrarindustrie, Landwirtschaft, Forstwirtschaft auf der einen und der NABU, die Imker und die Grünen auf der anderen Seite saßen über Monate gemeinsam am runden Tisch und handelten die Punkte aus. Gemeinsam mit weiteren 224 Unterstützergruppen hat als maßgeblicher Verhandlungspartner der NABU statt des Volksbegehrens nun den "Niedersächslischen Weg" eingeschlagen. Dazu gab es im NABU intern teils heftige Debatten und Videokonferenzen.
Am 11. November wurden dann im Landtag wichtige Punkte einstimmig (!!!) bei 2 Enthaltungen beschlossen und sollen bereits am 1. Januar 2021 in Kraft treten, auch gibt es realistische, gemeinsam ausgehandelte Finanzierungskonzepte für die Umsetzung der Naturschutzmaßnahmen.
Der öffentliche Druck durch das Volksbegehren hat geholfen, dass die verantwortlichen Politiker und Wirtschaftsverbände die Notwendigkeit zu mehr Natur- und Umweltschutz einsehen.

Dennoch muss weiter verhandelt und gearbeitet werden, der 1. wichtige Schritt ist getan, aber es liegt noch viel harte Arbeit vor uns, hier bei uns vor der Haustür, draußen im Lande und weltweit sowieso.


25 Obst- und Walnussbäume sowie 400 Heckengehölze aus einer 4000-€-Spende von den Grundschüler*innen der Erst-Reuter-Schule für 2023 wurden in einer beispielhaften Gemeinschaftsaktion in die Erde gesetzt!

Leider war das Suchen und Finden von geeigneten Pflanzflächen schwierig, denn der NABU hat seine eigenen Flächen bereits ziemlich voll bepflanzt. Die Erlaubnis, auf eine der zahlreichen städtische Flächen Bäume zu pflanzen war auch nicht einfach, weil vielfach Folgearbeiten und Kosten vom Bauamt befürchtet wurden. Schließlich gelang es, an Wegrändern und auf einigen privaten Wiesen und Feldrändern das Pflanzgut einzusetzen, mit Hilfe zahlloser Eltern, Lehrer und Schüler der Ernst-Reuter -Schule.

177 neue NABU-Bäume 2021 finanzierte und pflanzte der NABU 2021 für Barsinghausen

Gemeinsam mit der Beschäftigungsinitiative Barsinghausen BBI, mit Herrn Barth von der Stadt Barsinghausen, engagierten BürgerInnen sowie zahlreichen NABU-Aktivisten gelang es uns, diese Menge an großkronigen Bäumen, mit zum Teil sehr  schweren Wurzelballen in den Boden zu bringen und im Laufe der trockenen Sommer zu gießen und zu pflegen, so dass alle angewachsen sind.

Spenden für Bäume

Wir wünschen uns mehr solcher schönen, großen Bäume im Siedlungsbereich und in der freien Landschaft. Das sehen auch viele Barsinghäuser Institutionen wie z.B. die Stadtsparkasse oder Privatbürger so und unterstützen uns mit Spenden speziell zur Anpflanzung von großen, ortsbildprägenden Gehölzen. Wie schon erwähnt ist das Finden geeigneter Plätze dabei das Hauptproblem, denn noch immer fürchten einige  Menschen, dass die Verkehrssicherheit sowie das Laub Probleme schaffen könnte.

Trotz aller Bedenken schaffen wir aber immer wieder mit Hilfe von Mitgliedsbeiträgen und Privatspenden die Pflanzung vieler neuer Bäume. Allein mit der großzügigen 2.500-€uro-Spende der Stadtsparkasse Barsinghausen  finanzierten wir 75 Eichen, 3 große Kaiserlinden, 5 Ulmen, 5 Wildbirnen und 5 Holzäpfel.
 Mehr als 220 Eichen, Ulmen und Obstbäume konnten wir in nur 3 Jahren mit eigenen Mitteln einpflanzen.
Da wir nicht genug eigenen Boden haben, kam uns die Stadt zu Hilfe und stellte städtische Flächen und Randstreifen für unsere Bäume zur Verfügung.
Gerne würden wir noch mehr Flächen in der freien Landschaft partiell mit Bäumen bepflanzen. Dazu brauchen wir aber die Einwilligung der Landwirte, denen viele Feldwege gehören und die auch immer bei städtischen Wege- und Randparzellen mitreden wollen, obwohl gerade auch die freie intensiv bewirtschaftete Ackerlandschaft dringend einer effektiven Renaturierung und Strukturierung mit Gehölzen bedarf. 
Die aufwändigen und schweren Pflanzarbeiten erledigt zum ganz großen Teil für uns die BBI, die Barsinghäuser Beschäftigungsinitiative. Ohne diese tatkräftige Truppe hätten wir das allein niemals geschafft.
Wir danken allen Beteiligten für ihre tolle Unterstützung!


Mehr Natur in die Gärten: NABU-Angebot für Privatgärtner in Barsinghausen: Nistkästen, Insektenhotels, 10 Hochstammapfelbäume

2020 verteilten wir gegen eine Spende 40 Nistkästen, 20 Insektenhotels und 10 Apfelbäume an Privatbürger. Innerhalb kurzer zeit nach einer Information in der Presse war alles vergriffen. Kürzlich haben wir wieder Nistkastenbausätze für Gartensingvögel in einer hannoverschen Behindertenwerkstatt bestellt, die wir z.B.beim Weihnachtsmarkt am Thie in Barsinghausen  verteilen werden. Gerne können diese Nisthöhlen auch bei uns gegen eine Spende abgeholt werden und im eigenen Garten aufgehängt werden.