Bullerbachtalwiesen

Seit Januar 2016 betreut der NABU-Barsinghausen die Bullerbachtalwiesen, die in Barsinghausen oberhalb des Naturfreundehauses gelegen sind. Die Region Hannover unterstützt und fördert das NABU-Projekt.

Die bisherigen dichten Hochstauden sollen in eine vielfältige, artenreiche Waldwiesenflora entwickelt werden. Dazu ist für 2 oder 3 Jahre lang das dreimalige Mähen und Aushagern der Fläche nötig. So soll Platz und Licht geschaffen werden für weitere, typische Wiesenpflanzen. 

Am 3.10. 2018 haben wir dort 2  kleine Teiche angelegt, dazu mehr in den nachfolgenden Textfeldern.

Streuobstwiese-Hecken-

pflanzung

Die Streuobstwiese  befindet sich südwestlich der L 391 unterhalb des Naturfreundehauses am Deisterrand bei Barsinghausen.

Im Frühjahr 2014 pflanzten wir zusammen mit der Kirchen-gemeinde Hohenbostel/Bantorf 20 hochstämmige Obstbäume alter Sorten. In den Folgejahren setzten wir weitere junge Obstbäume dazu, die mittlerweile schon eine gute, kleine Ernte abgaben.

Der NABU-Barsinghausen pflanzte im November 2017 zusätzlich zu den vorhandenen Obstbäumen am Rande der Fläche entlang einer Böschung eine 20 Meter lange Hecke bestehend aus 40 einheimischen und srandort-gerechten Sträuchern.

Nun warten wir nach dem extrem trockenen Sommer und Herbst 2018 auf Regen, damit der Boden zur Weiterpflanzung der Hecke in Richtung Norden feucht genug ist.

NABU-Wald

Zwischen dem Naturfreundehaus am Deister und der Siedlung Höhenluft bei Hohenbostel befindet sich gegenüber dem alten Forsthaus ein Waldstück, das vor einigen Jahren dem NABU übertragen wurde mit der Option, daraus einen artenreichen, naturnahen Waldbereich zu entwickeln.

Auf dem Foto ist eine Randfläche zu sehen, auf der wir 2014 Fichten absägen ließen und zu einer Benjeshecke aufschichteten. Bei diesem Arbeitseinsatz 2016 wurden wir von zahlreichen Helfern/Innen  unterstützt, dabei waren auch viele ausländische Mitbürger/Innen. Auf die frei gewordene Fläche wurden Weiden und Holunder als Waldrandgehölze neu gepflanzt. Ergänzend muss noch einmal nach gepflanzt werden.


Presseerklärung der Nabu-Ortsgruppen Wennigsen, Gehrden, Barsinghausen zur Windernergieplanung in der Feldmark von Langreder

Im Deistervorland ist eine neue Windernergieanlage von besonderen Ausmaßen geplant. Am 3.3.2018 trafen sich die 3 NABU-Vorsitzenden Gerhard Krick, Gisela Wicke und Elke Steinhoff, in deren Gebiet die 7 neuen Windräder gebaut werden sollen. Die bisher im Bundesgebiet einmalige Höhe von 240 Metern ist nötig, weil die WEA im Windschatten des Deisters liegt . Gemeinsam mit 3 sachverständigen NABU-Mitgliedern wurde eine  Presseerklärung verfasst, die Sie einsehen können, wenn Sie das Foto anklicken.

Im Zeitungsartikel der HAZ vom 5.3.2018 gab es ein missverständliches Zitat  von Elke Steinhoff:  "...Groß Munzel wäre ein geeigneterer Standort..." Das war so nicht gemeint, richtig und vollständig müsste es heißen: " Wo bereits Lärmquellen wie Autobahnen oder Flughäfen sind, stört der leisere Rotorenlärm weniger als in der Nähe von Wohngebieten oder in Landschaftsbereichen ohne Verkehrslärm. Durch den Bau des Gewerbegebietes an der A2 aber sind die dort ursprünglich geplanten kleineren Windräder ohnehin kein Thema mehr."


2 neue Lurchtümpel im Bullerbachwaldwiesental

Am 3. Oktober 2018 setzten wir die schon länger geplante Maßnahme "Lurchteiche im Bullerbachtal" um.
In diesem trockenen Sommer war der Boden trocken und fest und der bestellte Bagger hatte in nur 4 Stunden die Arbeit erledigt: 2 flache Mulden im mittleren Teil der Wiese in Bullerbachnähe waren neu erschaffen, so dass nun die Amphibien geeignete Laichtümpel zur Verfügung haben.
Die Teiche sind 80cm bis 100cm tief und brauchen nicht ganzjährig Wasser zu führen, schließlich sollen sich dort keine Fische entwickeln können, die den Lurchlaich oder die Kaulquappen auffressen könnten.
Nun hoffen wir auf reichlich Regen, damit der nahe Bach wieder Wasser führt und auch die neuen Teiche gefüllt werden.

Störche in Eckerde, werden sie dort auch brüten wollen?

In Eckerde in unmittelbarer Nähe des Wasserwerks wurden immer wieder  mal Störche gesichtet, in diesem Sommer und Herbst 2018 waren es besonders viele, mal kamen sie einzeln, mal in großen Gruppen mit bis zu 30 Tieren.
Anlieger fragten uns, ob dort vielleicht Störche mit Hilfe einer Nisthilfe angesiedelt werden könnten.
Wir konsultierten Herrn Dr. Löhmer, den Naturschutzbeauftragten für Störche der Region Hannover.
Er meinte, die Störche seien sicher Jungstörche, Junggesellen oder Einzeltiere auf der Suche nach Partnern und nach Futter.

Nach einer Inspektion des Geländes und Umlandes mit den vielen Wiesen, der Aue und den Schönungsteichen meinte auch der Storchenfachmann, dass hier eine Storchenfamilie wohl gut brüten könne und auch genug Nahrung finden würde. Die knapp 1000m entfernt stehenden  Windkrafträder wären wohl auch kein großes Problem, da diese nicht zwischen dem Nest und den Futterplätzen stehen.
Wir suchten und fanden eine geeignete Stelle zum Aufstellen der Storchenhilfe, es sollte am besten ein hoher, massiver Lärchenpfahl mit einem Unterbau ganz oben für das Nest sein.
Den Dachreiter, also eine Installation des Nestes auf Dächern, schlossen wir aus.
Die Anlage würde von einer Fachfirma aufgestellt werden, mit Spendern aus dem Dorf  und Zuschüssen des NABUs dürfte die Finanzierung (2000 €) gesichert sein.

Wenn alles gut geht, kann der Sorchennestmast im Frühjahr stehen und wird sicher von einem "Verlobungspaar" oder sogar gleich von einem Brutpaar angenommen werden.

 

 

Alter Garten soll zur Blühwiese für Insekten werden

Zwischen Kirchdorf und Egestorf am Rottkampweg direkt an den  Bahngleisen liegt auf einer dreieckigen Fläche ein alter Garten, der jetzt verlassen und abgeräumt ist. Die ca. 1500qm große Fläche wurde uns im Sommer 2018 angeboten, um daraus eine blütenreiche Wiese für Insekten und Vögel zu machen. Sehr gerne nehmen wir das Angebot an, denn der NABU kommt nur selten an Flächen heran, die wir naturnah umgestalten dürfen.
Nun werden wir dort noch mit Helfern Aufräumarbeiten und eine gründliche Bodenbearbeitung vornehmen müssen. Die Hochstauden müssen abgemäht und die Heckensträucher im westlichen und nördlichen Bereich am Bach sollen herunter geschnitten werden, damit sie dort nicht zu baumhohen Gehölzen auswachsen können.

3 vorhandene Eichen werden wir umpflanzen, vielleicht entscheiden wir uns aber auch stattdessen für Obstbäume.
Nachdem wir den Boden gereinigt, gegrubbert und geglättet haben, kann im Fühjahr eine standortgerchte Regioblütensaat ausgesät werden.

Dann fehlt nur noch das Insektenhotel und Barsinghausen hat eine neue Blütenwiese.

 

Der NABU baut Insektenhotels und Nisthöhlen für Schleiereulen oder Turmfalken

Karl Närmann, Edmund Stock und Wilhelm Böhm sind unsere erfahrenen, langjährigen Nistkastenfachleute, die auch schon viele Kästen gebaut und an geeigneten Stellen installiert haben.

Erst kürzlich wurden mehrere Insektenhotels aufgebaut, auf privaten und öffentlichen Flächen, zuletzt am Regenrückhaltebecken am Spalterhals.  Weitere Insektenhotels sind in Planung, z.B. auf dem Kirchengelände in Hohenbostel/Bantorf zusammen mit den Konfirmanden.

Ein Turmfalkenkasten in einer alten Scheune in der Rehrbrinkstraße hat bereits mehrere Bruten ermöglicht, zuletzt wurde ein Schleiereulenkasten am Gut in Stemmen aufgehängt.

Interessenten können sich gerne fachlichen Rat holen, z.B. bei Karl Närmann, Tel.:  05105-83130.

Gärten in Barsinghausen - im grünen Bereich

Am Abend des 9. Oktobers 2018 luden wir den Bürgermeister der Stadt Barsinghausen Herrn Lahmann sowie die Fraktionsvorsitzenden der Ratsparteien und weitere wichtige Politiker zu uns ein mit der Zielsetzung, für mehr Grün, für mehr Artenvielfalt und für mehr Wohn- und Lebensqualität in der Stadt zu sorgen.

Angesichts des dramatischen Insektensterbens, des Klimawandels und der aktuellen Jahresdürre 2018 muss viel mehr als bisher getan werden.

Wir aktualisierten unseren NABU-Ziele-Katalog und wollten bei dem 13köpfigen Treffen erreichen, dass die "Schottergärten" per Erlass unterbunden werden sollten, sowohl bei der Wohnbebauung als auch in Gewerbegebieten. Auch wünschten wir uns deutlich mehr Bäume, Hecken und Blühstreifen statt monotoner Gärten und Grünstreifen, die den Namen nicht verdienen.

Leider erreichten wir nicht, dass die Politiker sich zu einem Verbot von "Schotterflächen" bei Bebauungsplänen bereit erklärten. Aber es wurde einstimmig beschlossen, dass der NABU eine beispielhafte Gartenbroschüre erstellen solle. Diese soll den Bauwilligen, aber auch den bisherigen Gartenbesitzern, Möglichkeiten zur Anlage eines artenreichen Vorgartens aufzeigen , ein Leitfaden für mehr Natur und Vielfalt im besiedelten Bereich.

Pflanzlisten, Pflanzpläne, Pflegetipps und Infos rund um das Wohnen und Arbeiten im grünen Bereich sollen Lust auf "schöner und besser wohnen" machen.

Auf Vorschlag von Herrn Lahmann werden dem NABU Barsinghausen dafür 10.000€ zur Verfügung gestellt, die Broschüre wird dann an alle Bauwillige verschickt und soll im Rathaus für jedermann ausliegen. Ggf. wird der NABU-Garten-Prospekt auch zum Auftakt in der Zeitung an alle Haushalte als Beigabe mit ausgeliefert .

Die Stadt erklärte sich auch bereit, nun auch ihre Flächen einer Prüfung zu unterziehen und für mehr Blühstreifen zu sorgen.  Auch soll der Baumbestand bei Bauvorhaben aufgenommen und möglichst erhalten bleiben, wenigstens aber ausgeglichen werden, so weit das möglich ist.

Für die Gewerbetreibenden wird der NABU eine zusätzliche Initiative starten, bei der wir im Kontakt mit den Firmen erreichen wollen, dass statt monotoner Rasenflächen wie z.B. bei Bahlsen mehr Blühstreifen, bunte Hecken und auch blühende Bäume favorisiert werden.

Nach 2,5 Stunden beendeten wir die gemeinsame Sitzung und wollen die nicht angesprochenen NABU-Punkte später behandeln.

Willkommen beim NABU-Barsinghausen

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund NABU möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt. Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.

 

In diesem Jahr bieten wir wieder naturkundliche Exkursionen in die Natur an, bei denen Sie Gelegenheit haben, die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt vor Ihrer Haustür kennen zu lernen. Auch bieten wir wieder Vorträge mit Bildern zu aktuellen Themen.

  

Wenn Sie sich vorstellen können für die Natur hier in Barsinghausen aktiv zu werden, schauen Sie doch einmal bei unseren Aktionen vorbei. Weitere Informationen erhalten Sie beim Vorstand oder indem Sie über unser Kontaktformular mit uns in Verbindung treten.

Sie möchten Mitglied werden?                                                                                                              Dafür gibt es den NABU-Service in Berlin:                                                                                          service@nabu.de       oder       verband@nabu.de,        Tel.: 030-284984-1143